Die Provinz lebt! Oder: Wenn die Volksfront perfekt ist..

Am Samstag den 7.3.09 demonstrierten in Randerath(Kreis Heinsberg/NRW) rund 60 NPDler und Sympathisanten gegen einen Verurteilten Sexualstraftäter unter dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder“! Als nach offizieler Beendigung der Veranstaltung die Nazis versuchten mit Transparenten und Fahnen in die Richtung, in welcher der Verurteilte Sexualsträftäter wohnt zu laufen wurden sie von der Polizei Festgesetzt.
Doch auch Bürgerliche demonstrieren täglich in Randerath gegen den Verbleib des Sexualstraftäters in Randerath und schrecken dabei nicht vor Parolen wie „Noch beschützen sie dich, aber wir wissen wo du wohnst“ auf Transparenten zurück!
Seit Tagen gibt es bereits die Diskussionen um den Verurteilten Sexualsträftäter der nach seiner Freilassung von München nach Randerath(1400 Seelen Örtchen) in den Kreis Heinsberg(NRW) zu seinem Bruder zog.Nach seiner Freilassung hat der Mann nun bestimmte Auflagen,wie z.b. sich Kindern nicht auf mehr als 400 Meter zu nähern.

Außerdem wird der Mann rund um die Uhr von der Polizei im 3 Schichten Dienst be/überwacht. Nach dem Umzug ins beschauliche Randerath informierte ein Landrat(CDU) aus dem Kreis Heinsberg kurz danach die Bürger in einem Rundschreiben über den neuen Nachbarn, seitdem tobt der Volksmob in Randerath! Der Landrat wurde für sein Handeln von Datenschützern stark kritisiert, bekam aber Rückenwind von NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP).

Auf den Transparenten der mittlerweile Allabendlichen Demonstrationen der Randerather Bürger kann man unteranderem Drohungen und Aufrufe zur Körperverletzung finden, unteranderem ist dort folgendes zu lesen: „Noch beschützen sie dich, aber wir wissen wo du wohnst!“

Der verurteilte Sexualsträftäter der mehrmals junge Mädchen vergewaltigte und diese im Vaginal-Bereich verstümmelte, hat nun eine, von ihm in Knast abgelehnte, Therapie begonnen. Während dessen wird geprüft inwiefern eine nachträgliche Sicherungsverwahrung möglich ist die zuvor vom Landgericht München aufgrund eines Formfehlers abgelehnt wurde.
Einerseits sind die Ängste der Menschen in Randerath zuverstehn, verurteilte Sexualsträftäter die als Rückfall gefährdet gelten sind sicher nicht die wünschenswertesten Nachbarn, andererseits entsteht der Eindruck, als interessieren sich die Menschen in Randerath nicht für die Opfer von Sexualstraftaten, das einzige was sie interessiert sind ihre unterdrückten barbarischen Gelüste einen Menschen möglichst schmerzhaft zu bestrafen, am besten noch im Kollektiv.Weg- weg- wegsperren ist der einzigste Wunsch der autoritären Charaktere, besser noch, wäre es, den Täter dem geeinten Volkszorn auszusetzen.

Die erst jetzt begonnenne Therapie ist natürlich wesentlich komplizierter und teurer als stumpfes wegsperren oder gar töten. Das Therapien jedoch die Rückfallquote des einzelnen Täters wesentlich senken, interessiert nur die wenigsten. Inzwischen warnen der verantwortliche Landrat/Ortsvorsteher und Innenminister Wolf vor einer Hetzjagd in Heinsberg und einem Schritt zurück ins Mittelalter „wir (…) unter Gewaltandrohung Menschen aus dem Dorf jagen.“

All dies ist natürlich eine Problematik bei der Organisationen wie die NPD natürlich gerne ihren braunen Senf dazu geben, gerade dann, wenn der Kommunalwahlkampf in NRW startet! Und so kam es dann das die NPD Mönchengladbach/Heinsberg in zusammenarbeit mit der NPD Krefeld/Kleve eine Kundgebung für Samstag den 7.3 um 14Uhr auf den Randerather Marktplatz anmeldete unter dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder“. Zu dieser erschienen dann exakt 63 Personen alle aus dem Rechtsradikalen Spektrum der Achse Krefeld-Mönchengladbach-Aachen/Düren. In Reden thematisierte die NPD aus ihrer Sicht der Dinge die Problematik. Um ca. 16 Uhr wurde die Veranstaltung für beendet erklärt. Kurz nach offizieler beendigung der Kundgebung formierte sich seitens der Nazis eine Spontan-Demo genau in die Richtung, in welche der verurteilte Sexualsträftäter wohnt. Diese wurde jedoch nach wenigen Metern wieder gestoppt und lief nun in die entgegengesetzte Richtung, wurde dort jedoch ebenfalls wieder gestoppt. Ganz vorne mit dabei liefen auch Nazis vom „Nationalen Widerstand Herzogenrath“. Nun wurden die 63 Nazis auf dem Randerather Marktplatz gekesselt. Danach wurden Personalien festgestellt, Anzeigen erstattet und Platzverweise verteilt. Ein Nazi der einen Platzverweis nicht nachkam wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen.Bei dieser Polizeilichen Aktion wurden auch Beisitzer des NPD-Landesvorstandes NRW aus Krefeld,Heinsberg und Mönchengladbach gekesselt.

Bei der Progromstimmung die zurzeit in Randerath und Umgebung herrscht kann man sich sicher sein das die NPD sicherlich einige neue Wähler gewonnen hat! Eine lokale Einmischung in die Problematik seitens emanzipatorischer Gruppen sollte nicht auf sich warten lassen!

Antifaschistischer Gegenprotest blieb an diesem Tag restlos aus! Da die NPD-Kundgebung wohl erst Freitags angemeldet worden war und nicht von der Polizei Öffentlich gemacht wurde war eine organisierung antifaschistischen Protestes garnicht erst möglich.
Dieses skandalöse Vorgehn seitens der Polizei ist eine beliebte Methode um Gegenproteste von Anfang an zu unterbinden und um einen störungsfreien Verlauf der Nazi-Veranstaltung zu garantieren. Natürlich war die Problematik in Randerath lokalen Antifa-Gruppen bekannt und man war sich sicher das Nazis eine Veranstalung deswegen anmelden würden, das es jedoch so schnell ging und auch noch an einem Tag wo man eigentlich den Wahlkampfauftakt der NPD mit Infoständen in den Innenstädten vermutete, damit hatte man nicht gerechnet!

Deshalb die bitte hört euch um, schaut euch um und wenn ihr Informationen über weitere Nazi Kundgebungen in Randerath habt wendet euch an die lokalen Antifa Gruppen!

Der Artikel wurde uns freundlicher Weise vom MedienkollektiV Niderrhein zur Verfügung gestellt!