Graffiti ist kein Verbrechen!!!

Graffitis überall – An Wänden, an Zügen, an Haltestellen etc. .Doch was steckt wirklich hinter diesen „Schmiererein“ und „Verschmutzungen“, die bei vielen Leuten Empörungen zum Ausdruck bringen.Fakt ist, das Sprayer ein negatives Bild bei den Bürgern besitzen und der Staat hat sich entschlossen stärker gegen Sprayer vorzugehen.Doch Mensch sollte sich etwas mit der individuellen Kunst des „Graffitis“ auseinandersetzen.Den Ursprung des Graffitis findet man schon in der Steinzeit.Höhlenmalereien zeigen Tierdarstellungen, ägyptische Grabstätten und Kirchendecken wurden bemalt.Graffiti galt und gilt heute immer noch als Kommunikationsmittel.Der Ursprung des „modernen Graffitis“ beläuft sich auf die 70er Jahre in New York.Ein Jugendlicher verbreitete einen Kürzel an den Wänden der Stadt.Kurz darauf entbrannte sich ein Wettbewerb unter Jugendlichen in New York, die alle versuchten ihre Individualität an die Wand zu bringen und ihr Werk bewunden zu können.Es ist ein nachvollziehbares Bedürfnis sich von der Masse abzuheben und aufzufallen.Die Wettvewerbe unter den Jugendlichen wurden größer und Züge wurden mit Spraydosen getaggt*. Leider dachte nicht jeder Bürger so und es entstand eine regelrechte Jagd auf Sprayer. Beispielsweise wurde ein Writer von einem Sicherheitsbeamten zu Tode geprügelt.Bald darauf wurden für Sprayer Freiräume geschaffen.Manche Sprayer schafften es sogar in die Kunstszene.Die Graffitiszene in Europa unterschied sich allerdings von der in Amerika.In Frankreich wurden Schablonen entwickelt, mit denen sich besser Bilder auf die Wand sprayen ließen.Sprayer versuchen mit ihrer Kunst ,die besonders in Großstädten vorhandenen ,tristen Mauern mit Farbe zu beleben.
Es wird versucht Protest, Gefühle und Meinungen auszudrücken und mitzuteilen.Mit dieser Botschaft sollen möglichst viele Bürger erreicht werden.Heutzutage werden Handlungsfreiräume für Kreativität, Selbsterfahrung und Weiterentwicklung immer seltener.Was bei den meisten allerdings noch nicht angekommen ist , ist das sich Graffiti durch legale Sprayzonen nicht unterbieten lässt.Es wird zwar versucht den Sprayern freundlich entgegenzukommen, allerdings geht es beim Graffiti um die Kommunikation mit der Öffentlichkeit.Heute wird Graffiti mit hohen Kosten bestraft, da es als Sachbeschädigung gilt.Doch im Vergleich zu anderen Straftaten sind Graffitis ein eher harmloses Delikt.Poltiker zerreissen sich die Münder über Sprayer mit Worten wie „optischer Terror“ oder“dreckiger Seuche“ und fragen sich was die Jugend zu kriminellen Straftaten motiviert.Es wird hier regelrecht mit Kanonen auf Spatzen geschossen.In der Politik jagt ein Korruptionsskandal und Finanzskandal den nächsten und wie werden die Beteiligten bestraft? – Meist garnicht. (An dieser Stelle wollen wir nicht gezielt gegen Personen Hetzen, oder sie gar für den Kapitalismus alleine Haftbar machen, sondern einfach nur mal Feststellen wie man den Blick der öffentlichkeit gezielt auf unwichtigere Dinge lenken kann als Kritik am System) .Der Staat kümmert sich lieber um die „kriminellen“ Sprayer und machen ihnen ihren kreativen Style zunichte.Sie bekommen Geld und Haftstrafen während viele andere wirklich kriminelle davon kommen.Wie soll Graffiti in ein positives Licht gerückt werden, wenn der „gebildete Erwachsene“ nicht wirklich nachdenkt sondern nur nach dem allgemeinen Eindruck entscheidet? Dieser allgemeine Eindruck besteht aus Vandalismus.Wie wäre es einmal wenn Mensch sich anschauen würde, welche Botschaft hinter diesem Graffiti steckt, aus wieviel Mühe und Fleiß es besteht ? Graffiti ist übrigens auch kein Einzelfall was schön und unschön betrifft.Gibt es nicht auch gute und schlechte Kunst?

Graffiti ist kein Verbrechen-Kriminalisierung stoppen!


6 Antworten auf “Graffiti ist kein Verbrechen!!!”


  1. 1 im*moment*vorbei 17. Januar 2009 um 5:00 Uhr

    in berlin gabs mal diesen aufruf und das ist politisch sicher sinnvoller, als dieses legalisierungs-gefordere:

    „Wir scheißen auf eure sauberen Wände!
    Großes Fanatikertreffen gegen Graffiti im Roten Rathaus

    Auf Einladung der selbsternannten Graffiti-Jäger der Bürgerinitiative
    „nofitti e.V.“ soll am 7. April 2005 im Roten Rathaus der 1. Internationale Anti-Graffiti-Kongress stattfinden.
    Unter der Schirmherrschaft des regierenden Bürgermeisters sollen 200
    Teilnehmende aus Deutschland, Belgien, Grossbritannien, Skandinavien und den USA erwartet, die die Verschärfung der Repression gegen SprüherInnen vorantreiben wollen. Zu erwarten sind Forderungen nach härteren Strafen, umfassenderer Überwachung und der Ausdehnung prämierter Denunziation. Das trägt dann ähnlich absurde Blüten wie in anderen Städten, wo inzwischen schon das nächtliche Mitführen von Spraydosen verboten ist.
    Und tatsächlich ist Graffiti keine Kunst, die sich zufällig in den
    illegalen Raum verirrt hat, sondern sie agiert gegen das Gesetz, sie
    widersetzt sich der herrschenden Ordnung, oder ignoriert sie zumindest. Und genau das ist ja das Gute. Graffiti hat nicht den Anspruch populär zu sein, also einem allgemeinen ästhetischen Empfinden von Kunst zu entsprechen.
    Es geht uns also nicht um den Wunsch nach Akzeptanz von Graffiti als städteverschönernde Kunst oder um Anbiederei und das Betteln nach legalen Wänden. Graffiti ist nicht nur eine bestimmte Variante von Kunst, die einen bestimmten Stil verfolgt. Writing zeichnet sich vor allem durch die Praxis aus: illegal und subversiv. So begann die Geschichte von Graffiti nicht an legalen Wänden,die dann fürs Malen gesperrt wurden, sondern an unzugänglichen, verbotenen Orten. An Schienennetzen und Dächern, an Fensterscheiben und Häuserwänden, kurzum an fremdem Eigentum.
    Fakt ist, dass die Bedingungen und Umstände unter denen heute illegal
    gemalt werden kann, zunehmend schwieriger werden. Kameras, Zivibullen, Sicherheitsdienste, graffitigeschützte Scheiben, Wände, Sitze und nicht zuletzt die vorbildliche Bürgerin mit Blockwartmentalität sind zu einer lästigen Dauergefahr bei jeder Tour geworden.
    Graffiti ist ein Problem, weil es die Bahn, das Einkaufszentrum, die Stadt daran hindert sich als sauber und sicher zu präsentieren. Kaufkraft und Investition brauchen eine gepflegte Ordnung, um sich der Abwesenheit von Schmutz, Schmierereien und Armut, also allem Nichtkompatiblen und Subversiven, zu versichern. Jedoch nicht nur einem ökonomischen Interesse ist das Tag oder Scratching ein Dorn im Auge. Auch so mancher deutscher Papi würde für seine saubere Straße töten, weil ihm alles verhasst ist,was einen anderen Lebensstil oder Nonkonformität sichtbar macht.

    Es lohnt sich bestimmt mal am 7. April im Roten Rathaus vorbeizuschauen…

    Graffiti ist ein Verbrechen – und wir stehen drauf!

    Keep on rockin – …und lasst euch nicht erwischen!

    graffiti hates germany – berlin (ghg)
    info www.graffiti-hates-germany.tk

  2. 2 Antwort 17. Januar 2009 um 14:22 Uhr

    Graffiti is a Crime & das ist auch gut so

    hier mal 2 interessante Links:

    Text der Jugendantifa Kreuzberg
    http://just.blogsport.de/2008/06/29/1751/

    Mitschnitt einer Casanovaveranstaltung aus Köln
    http://just.blogsport.de/2009/01/08/wie-oeffentlich-ist-der-urbane-raum/

  3. 3 aghn / berlin 18. Januar 2009 um 14:48 Uhr

    graffiti ist ein verbrechen und das ist auch gut so. anstatt sich auf einem nicht haltbaren niveau rechtfertigt, versucht graffiti als kunst zu deklarieren sollte man es einfach machen. die energie und ds „subversive poenzial“ wird nie zum vorschein kommen und sichtbar werden. der austausch über graffiti ist nicht verkehrt aber wie will man ihn provozieren? durch konsens oder widerspruch? was ist an graffiti kunst und was ist and kunst graffiti?

  4. 4 See you on the Streets ;) 23. Januar 2009 um 17:37 Uhr

    Kunst ist Kunst und alles andere ist alles andere.Und Graffiti ist und bleibt Graffiti, Basta.

    Admin: Graffiti bleibt Graffiti aber trotzdem immer noch eine Art der auseinadersetzung mit der Umwelt, also Kunst…!

  5. 5 Carlo Caputnik 31. Dezember 2009 um 1:51 Uhr

    Alle Sprayer unter einen Hut packen zu wollen ist wahrscheinlich ähnlich naiv, wie Menschen nach ihrer Hautfarbe zu beurteilen.

    Auch hier würde ich -wie überall- unterscheiden wollen in konstruktiv und destruktiv. Das abstoßende Looser-Gekrakel an Häuserwänden, Türen und Fenstern hat wohl eher das Niveau eines pissenden Rüden und sicher auch die selbe Intention und sollte nicht verwechselt werden mit den teils sehr kunstvollen Polit-Botschaften, die uns zielgerichtet von kahlen Betonwänden und Baustellenabsperrungen anschreien und trotzdem dabei den Menschen Respekt zollen, die sie erreichen sollen.

    Aber wer es nicht drauf hat, muß halt durch asoziales Gehabe auf sich aufmerksam machen. Was das Ganze mit ‚Antifaschismus‘ zu tun haben soll, wird denkenden Menschen wohl ewig ein Rätsel bleiben. Die Menschen zu bestrafen, die man eigentlich abholen sollte, kann der Weisheit letzter Schluß ja wohl nicht sein…

    Admin: Deine Beiträge werden schnellstmöglichst bearbeitet, aber habe bitte Verständnis dafür, dass ich nicht darauf warte das hier jmd. einen Kommi schreibt!

  1. 1 Die Graffiti Analyse der Antifa Mönchengladbach… « Berlin based Urban-Art / Streetart Blog Pingback am 17. Januar 2009 um 18:24 Uhr
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