NPD-Mahnwache in Mönchengladbach

Bericht vom Medienkollektiv Niederrhein

Am 21.7.07 marschierten in Mönchengladbach Nazis von NPD bis zu Freien Kameradschaften auf. Anders als in Krefeld bemängelten sie hier nicht die angeblich einseitige Berichterstattung der „Systemmedien“, sondern demonstrierten für die „Todesstrafe für Kinderschänder“.
Nach dem weitgehend abgeschotteten Aufmarsch in Krefeld, von dem kaum jemand etwas mitbekam, fuhren etwa 120 Nazis weiter nach Mönchengladbach. Um ca. 14.40 Uhr kamen die Nazis am Mönchengladbacher Hauptbahnhof an, dort hielten sie sich ca. 20 Minuten auf, bis sie in kleinen Gruppen zu 20 – 30 Personen von der Polizei zum Kundgebungsort geleitet wurden. Fahnen und Transparente durften erst dort und nicht schon auf dem Weg dorthin ausgerollt werden. Nach Ende der Kundgebung wollten die Nazis eine spontane Demonstration anmelden was jedoch von der Polizei untersagt wurde. Daraufhin unternahmen sie einen Versuch die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Dies misslang ihnen aber, woraufhin sie die Polizei wieder zum Bahnhof leitetet.

Die Bürgerdemonstration startete mit ein wenig Verspätung um ca. 15.15 Uhr an der ehemaligen Musicalbühne. 800 Menschen zogen die kurze Strecke über die Hindenburgstraße zum Kapuziner Platz am Alten Markt, wo sie sich dann Reden über den „guten“ Nationalsozialisten Claus von Stauffenberg anhörten. Etwas später zog eine kleine spontane Demonstration, bestehend aus mehrere Dutzend AntifaschistInnen, vom Hauptbahnhof hoch zur bürgerlichen Abschlusskundgebung. Ein Versuch von dort zur Nazikundgebung zu gelangen scheiterte. Den zahlreich anwesenden Polizeikräften gelang es etwa 20 AntifaschistInnen in ein Parkhaus zu drängen. Dort wurden sie bis zum frühen Abend eingekesselt und erst nach Personalangaben freigelassen.

Fotos: Indymedia