Archiv für Juni 2006

Zeitungsartikel zur Demo

Mann leistete Widerstand

(web) Mehr als 100 Polizisten waren am Samstag im Gladbacher Zentrum im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen linken Demonstranten und einer rechten Gruppierung zu verhindern. Bis auf einige kleinere Reibereien passierte jedoch nichts. Zwei Rechtsradikale wurden vorläufig festgenommen wie die Polizei berichtete, demonstrierten rund 150 Menschen linker Gruppen. Sie zogen von Holt bis zum Adenauer-Platz. Die Rechten hielten sich im Bereich von St.Vith auf, saßen auf einer Mauer und pöbelten Passanten an. Die Polizisten griffen ein und kontrollierten. Ein Mann leistete Widerstand, ein anderer hatte verfassungsfeindliche Symbole auf der Kleidung.

Rheinische Post 19.Juli 2006

Demobericht // 17.06.2006

Antifa-Demo in Mönchengladbach

„Entnazifizierung vorantreiben – Deutschland auflösen“

Am Samstag, den 17.6.2006, versammelten sich ca. 200 DemonstrantInnen in Mönchengladbach-Holt zu einer antifaschistischen Demonstration gegen die postnazistische Volksgemeinschaft Deutschlands. Die Demo lief unter dem Motto: „Entnazifizierung vorantreiben – Deutschland auflösen“.

Mit 45 Minuten Verspätung startete die Demonstration vom Kirmesplatz an der Immelmannstraße, über Hehnerholt und die Bahnstraße, Richtung Innenstadt. Die Route wurde, aufgrund der hohen Dichte an Naziwohnungen und des grundsätzlich vorherrschenden deutschen Konsens, bewusst in den eher dörflichen Stadtteil Holt gelegt. Schon eine Stunde vor Beginn der Auftaktkundgebung waren die ersten Jungnazis vor Ort. 20 KameradInnen konnten aufgebracht werden, allerdings standen sie an der falschen Haltestelle, so dass die anreisenden AntifaschistInnen sicher zum Kirmesplatz gelangen konnten. Ihrer Ankündigung, die „Zeckendemo zu zerschlagen“, kamen sie nicht nach und auch den ganzen weiteren Tag über kam es zu keinen nennenswerten Störungen. Nur vereinzelt ließen sich unorganisierte Neonazis und Rudimente der M´gladbacher Naziszene blicken.

Entgegen der Erwartung, dass die Polizei ähnlich wie auf vergangenen Veranstaltungen in NRW hart durchgreifen würde, kam es von Seiten der Staatsgewalt „nur“ zu Androhungen von Konsequenzen und einer Festnahme.

Die Demonstration konnte, abgesehen von technischen Problemen mit dem Lautsprecherwagen am Anfang, ohne Probleme durchgeführt werden. Neben guter, meist elektronischer Musik bekamen die TeilnehmerInnen und AnwohnerInnen Redebeiträge verschiedener Gruppen zur „Deutschen Ideologie“, „Strukturen der extremen Rechten in Mönchengladbach“ und „Kritik an der antideutschen Szene“ (alle demnächst auf der Homepage der Antifa Mönchengladbach – www.antifa-mg.tk nachzulesen) zu hören. Einen sauren Beigeschmack bereitet lediglich der Umstand, dass nur wenige organisierte AntifaschistInnen den Weg in die Stadt gefunden haben.

Fotos : http://de.indymedia.org/2006/06/150397.shtml